6:5-Overtime-Sieg gegen Rockets Berlin

Im Auswärtsspiel gegen Berlin gewinnt der TVS nach Verlängerung mit 6:5 (2:2 | 1:2 | 2:1 | 1:0). Damit ziehen die Schriesheimer in der Tabelle vorerst an Holzbüttgen vorbei und belegen aktuell Platz vier.

Trotz der aktuell mageren Punkteausbeute der Hauptstädter wussten die Schriesheimer um das kämpferische Potential des Gegners. Auswärtsspiele in Berlin stellten sich in der Vergangenheit immer schwierig für die Badener dar. In vier Partien unterlagen die Bergsträßer ganze viermal und fuhren bisher immer ohne Punktausbeute zurück nach Baden-Württemberg. Dennoch sind die Rockets aus Berlin aktuell auf dem letzten Platz der Tabelle und Schriesheim ging als Fünfter in die Partie.

Die Gäste fanden deutlich besser ins Spiel. Durch schnelle Passstafetten ließen sie den Berlinern wenig Luft zum Atmen und belohnten sich gleich zweimal. Es gelang jedoch nicht, die Führung weiter auszubauen und die Rockets glichen noch innerhalb des ersten Drittels aus. Kapitän Alex Burmeister hatte kurz vor Pausenende die Möglichkeit, die erneute Führung für seine Farben zu erzielen, vergab jedoch eine Penalty.

Im Mitteldrittel kamen beide Teams auf Augenhöhe aus den Kabinen, doch die Gastgeber zeigten sich energischer im gegnerischen Torraum. So gelang es dem Tabellenschlusslicht zweimal in Führung zu gehen. Die Berliner gingen mit einer 4:3-Führung in die zweite Pause.

Trotz eines schnellen Treffers der Berliner nach Wiederanpfiff, ließen sich die Schriesheimer nicht aus dem Konzept bringen und begannen den Gegner früher unter Druck zu setzten. Im Schlussabschnitt waren die Badener das spielerisch bessere Team und konnten ein großes Chancenplus verbuchen. Berlins Schlussmann hatte alle Hände voll zu tun und konnte durch zahlreiche Paraden die Führung des Gastgebers bewahren. Schriesheimer musste ab zwei Minuten vor Spielende auf den sechsten Feldspieler setzten. Adrian Braune erzielte schließlich das Ausgleichstor 40 Sekunden vor Spielende.

In der Verlängerung waren es auch die Schriesheimer, die das aktivere Team waren. Doch Berlin kratze zweimal am Sieg. Zunächst erzielten sie keinen Treffer in Überzahl, dann hielt TVS-Schlussmann Seibert einen Penalty und damit seine Mannschaft im Spiel. In der 68. Minute gelang schließlich Adrian Braune das entscheidene Tor in der Verlängerung.

Schriesheim gewinnt somit verdient und zum ersten Mal in Berlin. Mit Alex Burmeister und Adrian Braune scheint sich ein neues Sturm-Duo gefunden haben, die in Co-Produktion fünf der sechs Treffer des Nachmittags erzielten. Zwei Punkte können die Badener auf dem Punktekonto verbuchen und rücken damit auf dem vierten Tabellenrang vor. In der Formtabelle der letzten fünf Spiele belegen die Schriesheimer mit einer Ausbeute von 12 Punkten sogar den ersten Tabellenrang. Im kommenden Heimspiel gegen Chemnitz hat Schriesheim alle Trümpfe selbst in der Hand und kann mit einem Sieg den vorzeitigen Playoffeinzug buchen.

Schriesheim unterliegt in Overtime in Kaufering

Einen Tag nach dem Sensationserfolg gegen den amtierenden Meister Leipzig unterlag der TVS auswärts in Kaufering nach Verlängerung mit 5:6 (0:3 | 1:0 | 4:2 | 0:1). Damit können die Badener einen Trostpunkt aus Bayern mit nach Schriesheim nehmen und rangieren nach wie vor auf Tabellenrang fünf.

In Kaufering hatte die Mannschaft um Spielertrainer Alex Burmeister bisher immer einen schweren Stand. Die bisherige Statistik: ernüchternd. Kein Sieg aus zwei Partien und auch am Sonntagnachmittag sollten sich die Schriesheimer gegen den Tabellenvorletzten sehr schwer tun. Den Bayern gelang, ebenso wie dem TVS, am Tag zuvor ein Überraschungserfolg. In Holzbüttgen siegten die Kauferinger mit 6:5. Schriesheim war also gewarnt, doch die Hausherren übernahmen von Beginn an das Ruder. Schriesheim fand nicht ins Spielgeschehen. Wenig Ballbesitz und kein zwingendes Zweikampfverhalten seitens des TVS resultierten in einen frühen 0:3-Rückstand. Diesem sollten die Badener das gesamte Spiel über hinterherlaufen.

Im zweiten Drittel ließen beide Mannschaften viele Chancen liegen. Die 250 Zuschauer sahen einen offenen Schlagabtausch, doch den zweiten Abschnitt konnte der TVS mit 1:0 für sich entscheiden. Folglich ging es mit einem 1:3-Rückstand in die zweite Pause.

Felix Künnecke, der zuvor das erste Tor für Schriesheim erzielte, brachte seine Farben zunächst auf 2:3 ran. Doch die Hausherren stellten postwendend die Zwei-Tore-Führung wieder her. In Überzahl war es erneut Künnecke, der den TVS auf ein Tor heranbrachte. Im Überzahlspiel erzielten die Hausherren jedoch den Treffer zum 3:5. In den Schlussminuten drehte der TVS erstmals auf. Zunächst brachte Bauer den TVS wieder heran, dann erzielte Linus Braune drei Minuten vor Spielende den Ausgleichstreffer. Das Erwachen des TVS kam jedoch zu spät, um in regulärer Spielzeit das Spiel zu drehen. In der folgenden Verlängerung verpassten beide Teams einige Chancen, das Spiel zu beenden. Ein unglückliches Eigentor der Schriesheimer besiegelte letztendlich die Niederlage der Badener.

Trotz der enttäuschenden Niederlage kann der TVS auf ein erfolgreiches Wochenende blicken. Die Blau-Weißen holen vier von sechs möglichen Punkten um können sich weiter von den Playdown-Plätzen distanzieren. In den kommenden Wochen kann jedes Spiel zum entscheidenen Spiel werden. Unter anderem die Auswärtspartie in Berlin am kommenden Sonntag hat einen solchen Charakter.

Big Points gegen den amtierenden Deutschen Meister

Am Samstagnachmittag gelingt dem TVS ein Außenseitersieg. Mit 8:7 (3:3 | 3:2 | 2:2) besiegen die Badener den amtierenden Deutschen Meister MFBC Leipzig.

Beide Mannschaften gingen mit einer Siegesserie in die Partie, wobei die Sachsen gleich die letzten sechs Spiele für sich entscheiden konnten. Vor allem am vergangenen Wochenende beeindruckte der MFBC mit zwei hohen Siegen gegen Berlin und Chemnitz. Als Tabellenzweiter gingen die Leipziger als klarer Favorit ins Spiel.

Von Beginn an zeigten die Badener jedoch, dass es für die Sachsen keine Geschenke in Schriesheim geben sollte. Die Zuschauer sahen ein Spiel auf Augenhöhe mit Vorteilen für den TVS. Nach einer Strafe für die Gäste trafen diese zunächst in Unterzahl. Doch Kapitän Alex Burmeister beantwortete den Treffer wenige Sekunden später. In der siebten Spielminute erhöhte Burmeister auf 2:1. Doch Granlund und Bothe schossen den MFBC zur 3:2-Führung. Youngster Felix Bauer konnte kurz vor Pausenpfiff den 3:3-Ausgleichstrefffer erzielen.

Schriesheim fand nun besser ins Spielgeschehen. In der 24. und 27. Minute belohnten Burmeister und Sauerbrey die Badener. Die Gäste kamen erneut auf ein Tor heran, Künnecke erhöhte jedoch wieder auf 6:4. Kurz vor Pausenpfiff gelang den Sachsen allerdings der abermalige Anschlusstreffer. Beide Teams agierten auf Augenhöhe. Das Ergebnis nach zwei Dritteln war ein Abziehbild des Pokalviertelfinals im Vorjahr. Damals zogen die Leipziger im Schlussabschnitt von 5:6 auf 11:6 davon und damit ins Final4 ein. Dieses Mal sollte das Spielgeschehen doch einen anderen Verlauf nehmen.

Leipzig versuchte sich mit deutlich höherem Pressing, doch der TVS wusste, wie man damit umzugehen hatte und hatte wenig Mühe einen geordneten Spielaufbau aufs Parkett zu bringen. In der 41. Minute baute Künnecke folglich die Führung auf 7:5 aus. Vier Minuten vor Spielende erhöhte Braune auf 8:5. Die letzten Minuten des Spiels waren an Spannung kaum zu überbieten. Leipzig ersetzte den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler und drückte gefährlich auf Seiberts Tor. Per Doppelschlag gelangen den Gästen die Treffer zum 8:6 (57:17) und 8:7  (59:40). Schriesheim gelang es am Ende, das Ergebnis über die Zeit zu retten, gewinnt insgesamt aber verdient mit 8:7.

Genau 24 Stunden später ist der TVS im bayerischen Kaufering gefordert, denen durch ein 6:5-Auswärtssieg in Holzbüttgen am Samstag ein Überraschungserfolg gelang.

Schriesheim zeigt starke Nerven im Floorball-Krimi

Am Samstagabend war der direkte Tabellennachbar und Mitaufsteiger SSF Bonn zu Gast in der Mehrzweckhalle. Mit 10:9 (4:3 | 3:3 | 3:3) können die Gastgeber einen echten Floorball-Krimi für sich entscheiden und verbuchen damit wichtige Punkte auf dem Konto.

Nur ein Tabellenplatz, respektive ein Punkt, trennte die beiden Mannschaften vor Spielbeginn. Im Hinspiel konnten sich die Bonner mit 10:7 durchsetzten. Schriesheim war gewarnt, denn auch gegen Mannschaften aus den oberen Tabellenregionen hatten die Dragons gute Leistungen gezeigt.

Die Zuschauerränge waren gut gefüllt, die Schwimm- und Sportfreunde hatten zahlreiche Auswärtsfans mit an die Bergstraße gebracht. Von Beginn an zeichnete sich ab, dass es keine Defensiv-Schlacht werden würde. Das muntere Toreschießen ging bereits nach 34 Sekunden los. Es ging wild hin und her. Keiner Mannschaft gelang es, das Spiel zu kontrollieren. Die TVS-Führungstreffer wussten die Nordrhein-Westfahlen Mal um Mal zu beantworten. So trennten sich die Teams mit einem 4:3-Pausenstand. Wohin sich das Spiel entwickeln würde, stand zu diesem Zeitpunkt in den Sternen.

Auch im zweiten Drittel sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild. Wenig Bewegung, trotzdem viele Tore. Die Gäste erzielten drei unbeantwortete Treffer. Schriesheim sah sich nun mit einem 4:6-Rückstand konfrontiert. Noch binnen des zweiten Abschnitts folgten jedoch drei Tore der Badener. Die knappe 1-Tore-Führung war pünklich zum Pausenpfiff wieder hergestellt. Um den langen Bällen vor Seiberts Tor entgegenzuwirken, hatten sich die Schriesheimer weiter zurückgezogen. Zum Spielfluss trug diese taktische Änderung jedoch nicht viel bei. Nach wie vor kamen beide Mannschaften nicht richtig in die Gänge.

Im Schlussabschnitt glichen die Bonner auf 7:7, ehe der stark aufgelegte Linus Braune erneut die Führung für seine Farben erzielte. Wenig später waren es jedoch die Gäste, die erneut den Ausgleich erzielen konnte. Postwendend sorgte Felix Künnecke mit seinem vierten Tor des Abends, nur fünf Sekunden nach dem Ausgleichstreffer, für die erneute Führung. Bonns Topscorer Florian Weißkirchen glich jedoch, sechs Minuten vor Spielende, wiederum aus. Das Spiel stand auf der Kippe. Keiner Mannschaft war es bis dato gelungen, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Doch Schriesheim war im richtigen Moment zur Stelle. In Überzahl erzielte Patrick Pfanne die erneute Führung. In den kommenden vier Minuten kann der TVS das Ergebnis über die Zeit retten und sichert sich damit wichtige Punkte im Playoff-Rennen.

Mit dem 10:9-Erfolg gegen Bonn erspielt sich Schriesheim ein Vier-Punkte-Polster in der Tabelle. Am kommenden Wochenede sind die Badener gleich doppelt gefordert. Nach dem Heimspiel am Samstag gegen Leipzig (16 Uhr) geht es am Sonntag zum schwierigen Auswärtsspiel nach Kaufering.

Wichtiger 6:2-Auswärtssieg in Wernigerode

Im ersten Bundesligaspiel des neuen Jahres belohnt sich der TV Schriesheim für einen soliden Auftritt mit drei Punkten durch einen 6:2 (1:0 | 3:1 |2:1) Auswärtssieg gegen harmlose Red Devils.

Im 6-Punkte-Spiel am Samstagabend im Harz tasteten sich die beiden Mannschaften lange Zeit ab. Schriesheim ging als Tabellensiebter in die Partie, die roten Teufel aus Wernigerode rangierten vor dem Spiel auf dem neunten Tabellenplatz. Trotz 17 torloser Minuten waren die Gäste aus Baden-Württemberg die spielbestimmende Mannschaft und setzten sich viele Male erfolgreich in der gegnerischen Hälfte fest. Adrian Braune eröffnete schließlich das Toreschießen und erzielte den 1:0-Pausenstand.

Im zweiten Spielabschnitt sahen die Zuschauer erneut einen dominanten TVS und auf der Gegenseite wenig gefährliche Red Devils. Dennoch gelang den Hausherren nach 29 Minuten der überraschende Ausgleich. Für Schriesheim war dieser Gegentreffer der benötigte Weckruf. Alex Burmeister, der nach Schulter-Operation und einer damit verbundenen langen Verletzungspause endlich wieder im TVS-Kader stand, stelle zwölf Sekunden später die 1-Tore-Führung wieder her. Erneut zwölf Sekunden später bediente er Adrian Braune, der auf 3:1 erhöhte. Patrick Pfanne baute die Führung kurz vor Pausenpfiff auf 4:1 aus.

Im Schlussabschnitt setzte sich Felix Bauer vor dem Devils-Tor erfolgreich durch und traf  in der 50. Spielminute zur 5:1-Führung. Schriesheim zeigte sich auch im letzten Drittel souverän, konnte den 5:2-Anschlusstreffer in Unterzahl jedoch nicht verhindern. Künnecke nahm den Devils jedoch im direkten Gegenzug den Wind aus den Segeln und erzielt den letzten Treffer des Abends zum 6:2.

Durch diesen wichtigen Auswärtssieg macht der TVS zwei Tabellenplätze gut und findet sich vor der Länderspiel- und Pokalpause auf dem fünften Tabellenplatz wieder. Kapitän Alex Burmeister hat mit einem Tor und drei Vorlagen ein erfolgreiches Comeback hingelegt. Das nächste Bundesligaspiel findet am 8. Februar zuhause gegen Bonn statt.

Pokal-Aus: Schriesheim unterliegt Chemnitz nach Verlängerung

Am Samstagnachmittag bekamen die Zuschauer in der Mehrzweckhalle Tempo-Floorball vom Feinsten geboten. Im Pokalachtelfinale trennten sich Schriesheim und die Floor Fighters aus Chemnitz 8:9 (3:3 | 4:3 | 1:2 | 0:1) nach Verlängerung. Durch den KO-Charakter des Wettbewerbs scheiden die TVS-Floorballer aus dem Pokal aus. Die siegreichen Chemnitzer ziehen ins Pokalviertelfinale ein.

Ein Spiel mit Vorgeschichte: Vor vier Wochen unterlag der TVS chancenlos mit 4:12 beim Bundesligaspiel in Chemnitz. „Dieses Spiel hatten wir bereits nach zwei Dritteln verloren“, verrät der nach wie vor verletzte Spielertrainer Alex Burmeister. „Im Schlussabschnitt konnten wir daher ein wenig experimentieren, um herauszufinden, wie wir Chemnitz ärgern können“, so Burmeister weiter.

Mit einer ähnlich offensiven Marschroute wie im Bundesligaheimspiel vor einer Woche gegen Weißenfels gingen die Hausherren auch gegen Chemnitz ins Spiel. Das hohe Pressing des TVS wurde umgehend belohnt. Durch einen Doppelschlag von Adrian Braune und Bejamin Rudin zogen die Gastgeber nach nur fünf gespielten Minuten mit 2:0 davon. Im Folgenden erzielte Schröder für den FFC den 2:1-Anschlusstreffer, Bauer stellte jedoch in der 12. Spielminute die Zwei-Tore-Führung für die Schriesheimer wieder her. Die Schriesheimer waren im ersten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft. Der aktuelle Bundesligavierte Chemnitz blieb dennoch in Reichweite und glich noch während des ersten Drittels auf 3:3. aus.

Trotz des frühen Tores von Künnecke nach 24 Sekunden im zweiten Drittel, kam Chemnitz stärker aus der Pause zurück. Die Gastgeber verloren teilweise den roten Faden und hielten nicht zwingend am Gameplan fest. So gelang es den Gästen zunächst, auf 4:4 auszugleichen und schließlich auf 4:6 davonzuziehen. Dann folgte eines der Highlights des Floorball-Nachmittags. Binnen 38 (!) Sekunden dreht der TVS das Spiel durch drei Treffer. Die Chemnitzer glaubten bis dato, mit einer komfortablen Führung in den letzten Spielabschnitt starten zu können. Doch dank Sauerbrey, Eidenmüller und L. Braune konnte Schriesheim mit einer 7:6-Führung in die zweite Pause gehen.

Im dritten Drittel begegneten sich beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Syriälä und Kivinen sorgten für einen erneuten Führungswechsel. Schriesheim ließ viele Chancen liegen und sah sich aufgrund des 7:8-Rückstands gezwungen, zwei Minuten vor Spielende Torhüter Seibert durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen. 40 Sekunden vor Spielende gelang es schließlich Linus Braune, das Spielgerät zum 8:8-Ausgleich im Chemnitzer Tor zu versenken.

In der drauffolgenden Sudden-Death-Verlängerung ging es wild hin und her, bis schließlich Kivinen einen Stellungsfehler in der Schriesheimer Defense ausnutzt und Seibert zum 8:9-Siegtreffer überwand.

Während die Chemnitzer alle drei Überzahlsituationen zu nutzen wussen, bekamen die Schriesheimer lediglich eine Möglichkeit in Überzahl und konnten daraus kein Kapital schlagen. Nach der 4:12-Niederlage vor vier Wochen haben sich die Schriesheimer mehr als teuer verkauft und begegneten dem Bundesligaviertplatzierten auf Augenhöhe. In einem Floorballspiel der Extraklasse, welches keinen oder zwei Sieger verdient hätte, ziehen die Gastgeber am Ende den Kürzeren.

Nun kann sich die TVS-Equipe voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Im neuen Jahr steht am 11. Januar das erste Auswärtsspiel in Wernigerode an. Danach folgt eine lange Länderspiel- und Pokalpause, ehe am 8. Februar das erste Bundesligaheimspiel in 2020 in Schriesheim stattfindet.

Bundesligajahr 2019 endet mit Heimniederlage gegen Weißenfels

Am vergangenen Samstag unterlag die Schriesheimer Floorballmannschaft dem deutschen Rekordmeister UHC Weißenfels mit 2:6 (0:1 | 1:2 | 1:3). Somit sind alle Spiele der Bundesligasaison für die Schriesheimer Mannschaft absolviert. Kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember, wartet mit dem Pokal-Achtelfinale gegen Chemnitz das letzte Floorball-Highlight des Jahres auf die Schriesheimer Spieler und Fans.

„Da wäre heute mehr drin gewesen“, resümierte der verletzte Spielertrainer Alex Burmeister kurz nach Abpfiff. Der erfolgsreichste Floorballverein Deutschlands war mit stark dezimiertem Kader nach Baden-Württemberg angereist. Nur zehn Feldspieler und einen Torhüter hatten die Sachsen-Anhalter mit dabei.

Nachdem die Blau-Weißen im Hinspiel auf ein passiv und defensiv geprägtes System gesetzt hatten, war die Herangehensweise beim Rückspiel eine andere. „Wir wollten den Gegner dauerhaft unter Druck setzen und sie früh im Spielaufbau stören“, erklärt Burmeister. Zunächst griff das System und Weißenfels musste phasenweise auf Befreiungsschläge zurückgreifen. Auf ein riskanteres Spiel zu setzen schien die richtige Marschroute zu sein. Doch der Ertrag fehlte. Die Bergsträßer eroberten viele Bälle in aussichtsreichen Situationen, belohnten sich jedoch nicht mit dem ersten Treffer. So waren es die Gäste, die den Floorball nach acht Minuten erstmals in Gernolds Tor unterbringen konnten.

Nach dem Seitenwechsel war es erneut der finnische Neuzugang des UHC Niklas Laurila der deren Führung auf 0:2 ausbauen konnte. Nur 15 Sekunden später schlug die Stunde von Rückkehrer Leander Sauerbrey der auf 1:2 verkürzte. Sauerbrey erzielt damit sein erstes Bundesligator in seinem ersten Bundesligaspiel. Vor Saisonbeginn verschlug es den 20-Jährigen nach Schweden, wo er in Göteborg ein Auslandssemester absolvierte. Das Spiel wurde zunehmend ruppiger. Pfanne (TVS) und Siede (UHC) mussten jeweils für zehn Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Per Strafschuss können die Gäste kurz vor Pausenpfiff auf 1:3 erhöhen.

Für die Gastgeber war nach wie vor alles möglich. Mit zwei Tore-Rückstand ging man voll motiviert in den Schlussabschnitt. In der Mitte des Drittels sorgten jedoch zwei unachtsame Minuten für drei Tore seitens der Weißenfelser und damit für die Vorentscheidung. Weißenfels verwaltete die Führung, Künnecke betrieb eine Minute vor Spielende mit seinem Treffer nur Ergebniskosmetik. Mit 2:6 verloren die Schriesheimer letztendlich verdient gegen den UHC Weißenfels.

Während am kommenden Samstag das Achtelfinale des Floorball Deutschland Pokals in der Mehrzweckhalle ausgetragen wird, wurden bereits die Begegnungen für die Viertelfinals ausgelost. Sollte der TVS den aktuell Drittplatzierten der Bundesliga vor heimsicher Kulisse besiegen können, wartet im Viertelfinale der Sieger der Partie Kiel (2. Bundesliga) gegen Rohrdorf (Regionalliga) auf die Blau-Weißen. Bully gegen Chemnitz ist um 16 Uhr.

Knappe 5:6-Heimniederlage gegen Holzbüttgen

Am Samstag fand die stark besetzte Truppe aus Holzbüttgen den Weg nach Schriesheim und konnte drei Punkte mit zurück nach Nordrhein-Westfalen nehmen.

Die Gäste machten von Anfang an hohen Druck und fanden besser ins Spiel als die Badener. Eine unglückliche persönliche Strafe von Schriesheims Verteidiger Patrick Pfanne sorgte für das erste Tor der Gäste. Gut zehn Minuten später konnte Felix Künnecke für Schriesheim ausgleichen und Leonard Laage traf nur einige Sekunden später zur 2:1 Führung. Wiederum einige Sekunden später glich Holzbüttgen zum Pausenstand von 2:2 aus. Im ersten Drittel waren die Gäste die aktivere Mannschaft und scheiterte häufig nur knapp am stark aufgelegten Schriesheimer Torhüter Simon Seibert, ohne den es zur ersten Pause für Schriesheim wohl viel schlechter ausgesehen hätte.

Schriesheim konnte im zweiten Drittel dem hohen Druck der Gäste nicht standhalten. Schon kurz nach Beginn erzielten sie die Führung und konnten diese im Verlauf des Spielabschnitts bis auf 2:6 weiter ausbauen. Der TVS konnte dem Gegner in dieser Phase des Spiels nur wenig entgegensetzen.

Anders jedoch im dritten Drittel. Trainer Alex Burmeister stellte auf eine wesentlich offensivere Taktik um, aus der der TVS postwendend Kapital schlagen konnte. Youngster Daniel Mudra erzielte den Anschluss zum 3:6. Zwei Überzahlsituationen im Verlauf des Drittels sorgten für den Anschluss zum 5:6. Einige Minuten vor Schluss war der Ausgleich wieder zum Greifen nah. Dann wurde eine unglückliche Strafe gegen Schriesheims Stürmer Joel Batt ausgesprochen, welche den Gästen wertvolle Zeit schenkte. Danach baute Schriesheim noch einmal Druck auf, konnte jedoch kein Tor erzielen und musste sich damit knapp einer starken Holzbüttgener Mannschaft geschlagen geben.

Für Schriesheim steht direkt nächste Woche zum nächsten Heimspiel gegen den Rekordmeister aus Weißenfels (18 Uhr, Mehrzweckhalle) eine schwere Aufgabe an, bevor man dann in der Woche darauf im Pokal ein erfolgreiches Floorball-Jahr 2019 mit einem Sieg abrunden möchte. Abschließend möchte sich die Floorball-Abteilung des TVS noch bei allen Helfern der DKMS-Registrierungsaktion bedanken. Großer Dank geht an alle, die sich im Rahmen der Aktion als potentielle Stammzellenspender registriert haben.

2 Punkte bei Floorball-Krimi in Hamburg

Eine Woche nach der herben Auswärtsniederlage im sächsischen Chemnitz ging es heute in den Norden in die Hansestadt Hamburg. Der ETV belegte den vierten Tabellenrang und ist damit direkter Konkurrent von Schriesheim im Kampf um die heiß begehrten Playoff-Plätze.

Schriesheim fand trotz der langen Anfahrt gut ins Spiel und konnte gleich zu Beginn offensive Akzente setzen. Nach gut der Hälfte des ersten Drittels konnte Schriesheim durch einen gewonnenen Ball den Ball zum ersten Mal im Hamburger Tor unterbringen. Nur Sekunden vor Ende des ersten Drittels kam es zur ersten von vielen strittigen Situationen der Schiedsrichter. Ein missglückter Freischlag der Hamburger wurde wiederholt und konnte beim zweiten Anlauf von Hamburgs Nationalspieler Martin Gladigau im Tor zum 1:1-Drittelpausenstand untergebracht werden.

Im zweiten Drittel konnte Schriesheim eine Überzahlsituation nicht nutzen, war aber dennoch das spielerisch überlegene Team. Dafür schlug der TVS aus der nächsten Überzahl Kapital und ging mit 2:1 in Führung. Eine weiteres Überzahltor fand den Weg ins Tor. Die ersten drei Tore erzielte Ersatzkapitän Nicolas Burmeister. Robert Eidenmüller baute kurze Zeit später auf 4:1 aus. Hamburg erhöhte im Folgenden den Druck, was Schriesheim zusehends enorme defensive Bemühungen abforderte. Nachdem man eine Strafe noch überstehen konnte, fiel der Anschluss zum 2:4 in der darauffolgenden Unterzahl. Schriesheim wurde wackeliger im Spielaufbau und Hamburg konnte auch das 3:4 sowie kurze Zeit später in Überzahl den Ausgleich erzielen. Schriesheim war damit unsicher und musste auch zwei Minuten vor Schluss den Führungstreffer der Hansestädter hinnehmen.

Schriesheim warf in den letzten Sekunden alles in die Waagschale und war erfolgreich, indem Nicolas Burmeister den Ball zehn Sekunden vor Schluss zum Ausgleich aus einer unübersichtlichen Spielsituation heraus über die Linie stocherte.

In der darauffolgenden Golden Goal-Verlängerung dauerte es nur gut eine Minute, bis TVS-Stürmer Felix Künnecke einen Fehler der Hamburger ausnutzte und dem TVS den Sieg sicherte.

Schriesheim bleibt damit auf Rang fünf der Tabelle. Auch wenn angesichts des Spielverlaufs drei Punkte durchaus verdient gewesen wären, kann der TVS mit zwei Punkten insbesondere wegen der starken kämpferischen Leistung durchaus zufrieden sein. Weiter geht es gegen die DJK Holzbüttgen in Verbindung mit der DKMS-Registrierungsaktion am nächsten Samstag in der Mehrzweckhalle.

Deutliche Niederlage beim Zweitplatzierten Chemnitz

Am Samstag reise eine stark dezimierte TVS-Mannschaft zum Auswärtsspiel in Sachsen an und zahlte Lehrgeld. Mit 12:4 (5:1 | 5:1 | 2.2) unterliegen die Badener chancenlos.

Bereits im Vorfeld mussten sich die Schriesheimer auf eine schwere Begegnung einstellen. Neben zahlreichen Ausfällen mussten die Blau-Weißen auf den kurzfristig erkrankten Patrick Pfanne verzichten. Mit vier U18-Spielern und einem insgesamt 10 Feldspieler starken Kader reiste der TSV nach Chemnitz. Hier zogen die Hausherren den Bergsträßern bereits früh den Stecker. Nach nur 8 Minuten sahen sich die Spieler um den verletzten Spielertrainer Alex Burmeister bereits mit einem 5:0-Rückstand konfrontiert. Ein frühes Time-Out brachte zunächst ein wenig Ruhe ins Spielgeschehen.

Doch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer in der Chemnitzer Schlossteichhalle eine dominante und torhungrige Heimmannschaft. Trotz des ersten Bundesligators von Mudra (zudem traf Heuer) ging es mit einem 10:2-Rückstand in die zweite Drittelpause.

Die Gastgeber nahmen fortan ein wenig den Fuß vom Gaspedal. Schriesheim kam durch die Tore von Rudin und Eidenmüller zwischenzeitlich auf 10:4 heran, der Chemnitzer Sieg war jedoch nie wirklich gefährdet. Gegen Ende des Spiels stellten die in dieser Saison nominell stark aufgestellten Karl-Marx-Städter die 8-Tore-Führung wieder her.

In Chemnitz bleibt der TVS chancen- und punktlos. Im Hinblick auf dem schwierigen vorweihnachtlichen Spielplan muss eine Leistungssteigerung her, um wieder Zählbares einfahren zu können. Bereits am kommenden Samstag gibt es beim Bundesligaauswärtsspiel in Hamburg die Chance, Selbstvertrauen zu tanken. Gegen die PiranHHas, die lediglich einen Punkt mehr auf dem Konto verbuchen können als der TVS, steht für die Baden-Württemberger ein wegweisendes Spiel auf dem Plan.