Bundesliga wird auf 12 Teams aufgestockt

Aufgrund von COVID-19 wurde der gesamte Floorball-Spielbetrieb in allen deutschen Ligen am 13. März 2020 abgebrochen. Der Dachverband Floorball Deutschland sieht trotz der zahlreichen Probleme die Chance, Floorball in Deutschland attraktiver zu gestalten und veröffentlicht strukturelle Änderungen der Bundesliga.

Am vergangenen Wochenende verkündete Floorball Deutschland, dass die 1. Bundesliga auf ein Teilnehmerfeld von 12 Mannschaften aufgestockt wird. Die beiden Erstplatzierten der 2. Bundesligen steigen somit automatisch auf. Mit Blau-Weiß Schenefeld (Nord-West-Staffel) und dem SC DHfK Leipzig (Süd-Ost-Staffel) rücken zwei alte Bekannte ins Oberhaus auf. Bis dato spielten 10 Team in der höchsten deutschen Spielklasse. Damit macht der Verband einen Schritt in Richtung der Teilnehmergröße der europäischen Top-Ligen (Finnland, Schweden, Tschechien, Schweiz), in denen jeweils 14 Mannschaften in der höchsten Spielklasse starten.

Über Playoff- und Playdown-Modalitäten hat der Bundesverband noch nicht final informiert. Es soll jedoch ein 3-Jahres-Plan vorgelegt werden, der sukzessive an das neue Format heranführt. Hierbei ist u. a. denkbar, dass sich die Anzahl der Playoffplätze über die Jahre erhöht wird. In der kommenden Spielzeit 2020/21 ginge es vor allem um die Durchführbarkeit des Spielbetriebs trotz der Corona-Pandemie.

Neben der Restrukturierung der 1. Bundesliga, soll es auch eine überarbeitete 2. Bundesliga geben. Auch hier soll längerfristig an den finalen Modus herangeführt werden. Ob die Ligen wie üblich Mitte September starten können, steht nach wie vor in den Sternen. Hier gilt es, Geduld zu wahren und sich an die Richtlinien der Politik zu halten.

Adrian Braune wechselt zu den SSF Dragons Bonn

Adrian Braune durchlief alle Jugendmannschaften des TVS, stieg mit Schriesheim zweimal in die 1. Bundesliga auf und war Teil der U17- und U19-Nationalmannschaft. Nun wechselt das TVS-Eigengewächs zur Ligakonkurrenz aus Bonn.

Vor 10 Jahren, als 11-Jähriger, steifte sich Braune erstmals das TVS Trikot über. Seitdem feierte das ehemalige TVS-Talent, das sich zu einem unverzichtbaren Stammspieler entwickelte, zahlreiche Erfolge. Dabei stechen vor allem die beiden Aufstiege in die 1. Bundesliga 2016 und 2019 heraus. Bereits bei dem entscheidenden Aufstiegsspiel 2016 gegen Bremen, spielte der damals 16-Jährige eine zentrale Rolle. Beim 4:2-Erfolg in der heimischen Mehrzweckhalle erzielte Braune den vorentscheidenden Treffer zum 3:2. Aber auch in der U17 verhalf er dem TVS zu zwei deutschen Meistertiteln (2016 und 2014).

Seit dem Aufstieg des TVS in die 2. Bundesliga 2014, war der damals 15-Jährige fester Bestandteil der Herrenmannschaft. Durch seine außergewöhnlichen Leistungen machte er auch bei den Jugendnationaltrainern auf sich aufmerksam. Braune wurde zu einem Stammspieler der U19-WM-Kampagne 2016/17 und nahm schließlich an der U19-Weltmeisterschaft in Vaxjö im Mai 2017 teil. Nach seinem Abitur machte Braune einen einjährigen Abstecher beim Schweizer Club Chur Unihockey.

Aus beruflichen und persönlichen Gründen ist der 20-Jährige in die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn gezogen und wechselt zu den SSF Dragons Bonn. Im Schriesheimer Trikot überzeugte er stets mit einem unbändigen Willen und legte eine extrem mannschaftsdienliche Spielweise an den Tag. Seine Teamkollegen schätzen vor allem seine Allrounder-Qualitäten, so kam der gelernte Stürmer nicht selten als Verteidiger zum Einsatz. Er wird ab der kommenden Saison auf und neben Platz eine große Lücke hinterlassen. Die Zuschauer müssen jedoch nicht gänzlich auf Braune verzichten, denn mindestens einmal im Jahr wird er in der Mehrzweckhalle herumwirbeln. Beim Heimspiel gegen die SSF Dragons Bonn trägt Braune zwar das „falsche“ Trikot, bleibt jedoch immer Teil der TVS-Familie.

Die Floorball-Abteilung des TV Schriesheim wünscht Adrian das Beste in seiner neuen (sportlichen) Heimat und den SSF Dragons Bonn viel Spaß mit einem außergewöhnlichen Spieler.

Coronavirus: Floorball Bundesliga mit sofortiger Wirkung abgebrochen

Der gesamte Spielbetrieb der aktuellen Floorball Saison 2019/2020 wird aufgrund des Coronavirus mit sofortiger Wirkung beendet. Das erklärte der Bundesverband Floorball Deutschland am Freitagmittag gegen 13:25 Uhr.

Die Floorball Saison nimmt ein abruptes, aber nach den Entwicklungen der vergangenen Tage, absehbares Ende. Der Verband teilte in seiner Stellungnahme mit, dass in dieser Saison kein Deutscher Meister gekürt wird. Die Ab- und Aufstiegsregulungen werden noch nachgereicht. Da die Schriesheimer Mannschaft bei Saisonabbruch auf dem vierten Tabellenrang steht und bereits vor zwei Wochen den Klassenerhalt verbucht hat, wird die Auf- und Abstiegsregelung den TVS nicht direkt betreffen.

Trotz allem bedankt sich die Organisation des TV Schriesheim an dieser Stelle bei allen frewilligen Helfern, Unterstützern und Sponsoren. Wir blicken sportlich gesehen, auf eine sehr erfolgreiche reguläre Saison zurück. In 17 Spielen sammelte die Bundesligamannschaft 29 Punkte. In den beiden bisherigen Bundesligasaisons 2016/17 und 2017/18 sammelte der TVS in 36 Spielen insgesamt 27 Punkte.

Bleibt gesund, wir sehen uns in der 1. Bundesliga 2020/21.

Spiel um das Heimrecht in den Playoffs

Am kommenden Samstag, den 14. März, trifft der TVS auf die DJK Holzbüttgen. Bully in Kaarst ist um 18 Uhr.

Im letzten Platzierungsspiel der 1.Bundesliga trifft der TVS als Tabellenvierter auf den Tabellenfünften DJK Holzbüttgen. Diese haben vier Punkte weniger, jedoch auch ein Spiel weniger absolviert, da ihr Spiel gegen die SSF Dragons Bonn aufgrund des Sturmtiefs Sabine verschoben werden musste. Holzbüttgen ist ebenso wie Schiesheim für die Playoffs qualifiziert, jedoch geht es noch um das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale und um die Endplatzierung. Zudem kann der TVS noch den Drittplatzierten Chemnitz überholen, wenn diese gegen Weißenfels am kommenden Wochenende verlieren sollten und man selbst drei Punkte einstreichen kann.

Exkurs: Playoffs 1. Bundesliga
Im Gegensatz zu anderen Sportarten ist der Hauptrundensieger in der Floorball Bundesliga nicht automatisch Deutscher Meister. Nach der Hauptrunde/regulären Saison geht es erst richtig los. Ab dem 28. März starten die Playoffs. Die Mannschaften, die sich nach Ende der regulären Saison auf den Rängen eins bis sechs befinden spielen um die Deutsche Meisterschaft. Der Erst- und Zweitplatzierte ist direkt für das Playoff-Halbfinale qualifiziert (mit Heimrecht). Der Dritte spielt gegen den Sechsten und der Vierte gegen den Fünften im Playoff-Viertelfinale. Hier hat jeweils das höher platzierte Team Heimrecht. Nach den Halbfinals folgt das Playoff-Finale. Wer sich, wie auch in den anderen Playoff-Serien, über drei Spiele durchsetzen kann (Best-of-three) darf sich Deutscher Meister 2020 nennen.

Im letzten Aufeinandertreffen musste der TVS eine 6:5 Niederlage gegen die DJK hinnehmen. Im Jahr 2020 und begünstigt durch das Comeback des wichtigen Schlüsselspielers Alex Burmeister konnte der TVS jedoch deutlich machen, dass knappe Spiele über 60 Minuten konsequent zu Ende gespielt werden können. Die letzten sechs Bundesligaspiele der Schriesheimer endeten alle mit einem Tor Unterschied, jedoch musste der TVS von den maximal erreichbaren Punkten nur drei abgeben. Gegen die DJK Holzbüttgen müssen die Schriesheimer besonders auf die vielen Nationalspieler aufpassen, da sie in kritischen Spielsituationen öfters den längeren Atem haben und dann eiskalt Tore schießen. Für das letzte reguläre Saisonspiel werden Tobias Tost und Julius Heuer nicht zur Verfügung stehen.

Schriesheim bleibt durch Heimsieg gegen Hamburg auf Erfolgsspur

Im Aufeinandertreffen des TV Schriesheim und der PiranHHas aus Hamburg können die Badener ihr aktuelles Formhoch erneut besätigen und gewinnen mit 9:8 (2:1 | 5:3 | 2:4). Somit steht Schriesheim nach wie vor auf dem vierten Tabellenrang und hat sich einen 6-Punkte-Puffer auf Verfolger Holzbüttgen erspielt.

Aufgrund des Mathaisemarkts begann das Bundesligaspiel zwischen Schriesheim und Hamburg bereits um 14 Uhr. Der Ausgangslage geschuldet, hatte das Spiel für die Gäste sicherlich eine größere Bedeutung als für Schriesheim. Hamburg rangierte vor der Partie mit 19 Punkten auf Tabellenplatz sechs, dicht gefolgt von Kaufering, Wernigerode und Bonn. Der TVS hatte mit dem Heimsieg gegen Chemnitz die Playoffs und damit das selbst definierte Ziel, den Klassenerhalt, erreicht. Die Badener mussten folglich einen Weg finden, mit genauso viel Motivation ins Spiel zu starten, wie die Gäste aus dem Norden.

Schriesheim bestimmte die ersten zehn Minuten des Spiels und zog mit 2:0 davon. Die Hausherren versuchten die Hamburger früh in ihrer Hälfte anzugreifen. Diesen gelang es zunächst nicht, damit umzugehen. Im weiteren Verlauf der Partie stellten sie sich besser darauf ein, was sich auch auf der Anzeigetafel widerspiegelte. Nach einem 2:1-Pausenstand, zogen die PiranHHas in der ersten Häfte des zweiten Drittels auf 2:4 davon. Der am Samstag glänzend aufgelegte TVS-Schlussmann Simon Seibert vereitelte die Chance der Gäste, auf 2:5 davon zu ziehen, in dem er den Strafschuss von Hamburgs Kapitän und Nationalspieler Flemming Kühl parierte. Statt einem Führungsausbau der Gäste, zündete der TVS kurzerhand den Turbo und drehte einen 2:4-Rückstand in eine 8:4-Führung innerhalb von zehn Spielminuten.

Im letzten Durchgang wurde das Spiel zunehmend köperlicher und für die Zuschauer unansehnlicher. Nach dem 8:5 und 9:5 starteten die Hanseaten eine Schlussoffenisve. Diese brachte den Gästen drei unbeantwortete Tore, aber ließ sie lediglich auf ein 9:8 herankommen. TVS-Kapitän Alex Burmeister sammelte bemerkenswerte sieben Torvorlagen.

Der TVS punktet weiter und kann nun auf eine Tabellenposition mit Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale schielen. Mit einem Sieg beim letzten Spiel der regulären Saion, am kommenden Samstag in Holzubüttgen, können sich die Badener aus eigener Hand Platz vier und mit Schützenhilfe von Holzbüttgen und Weißenfels eventuell sogar Platz drei sichern.

Letztes Heimspiel vor den Playoffs gegen Hamburg

Am kommenden Samstag, den 7. März empfängt der TVS die ETV Piranhas Hamburg. Anpfiff in der Schriesheimer Mehrzweckhalle ist aufgrund des Mathaisemarkts bereits um 14 Uhr.

Im letzten Spiel gegen den ETV gewann der TVS knapp mit 6:5 nach Verlängerung. Dieses Spiel aus der Hinrunde nahm einen kuriosen Verlauf. Lange führten die Schriesheimer mit 4:1, ließen die Hamburger jedoch die Partie drehen. In der letzten Sekunden glich Schriesheim zum 5:5 aus und sicherte sich schließlich den Overtime-Sieg. Damit der TVS diesmal das Spiel in regulärer Spielzeit gewinnen kann und damit die Chance auf den dritten bzw. vierten Platz wahrt, müssen die Schriesheimer mit derselben Motivation wie im letzten Spiel gegen Chemnitz auftreten. Zudem werden die Badener eine Mannschaft empfangen, welche ebenfalls in dieser Saison gegen favorisierte Teams wie Leipzig und Chemnitz gewinnen konnte und somit weiß, wie man knappe Spiele für sich entscheiden kann.

Nachdem Schriesheim das erste Mal in der Vereinsgeschichte in die Playoffs eingezogen ist, ist das Saisonziel Klassenerhalt erreicht. Hamburg steht momentan auf dem sechsten Tabellenplatz, wobei Kaufering, Bonn und Wernigerode den Hanseaten dicht auf den Fersen sind. Die gesamte Verfolgergruppe tummelt sich bis maximal drei Punkte hinter Hamburg und sorgt damit für einen spannenden Playoffkampf bis zum letzten Spieltag. Für die Piranhas hat das Spiel in Schriesheim somit einen sehr hohen Stellenwert. Folglich müssen sich die Mannen um Spielertrainer Alex Burmeister auf mächtig Gegenwind gefasst machen. Der jüngste Saisonverlauf spricht jedoch klar für Schriesheim. In diesem Kalenderjahr holte man 15 von 18 möglichen Punkten und hat zudem „gelernt“, in knappen Spielen bis zum Ende einen klaren Kopf zu behalten und diese für sich zu entscheiden. So endeten die letzten fünf Spiele des TVS mit nur einem Tor Unterschied, vier davon gewannen die Badener.

Im Spiel gegen Hamburg kehrt nach langer Abwesenheit Nicolas Burmeister in den TVS-Kader zurück. Dahingegen hat sich Youngster Julius Heuer in der Partie gegen Chemnitz am Sprunggelenk verletzt und wird am Samstag pausieren müssen.

Sieg gegen Chemnitz sichert Playoff-Einzug

Mit einem 5:4-Sieg (4:1 | 1:1 | 0:2) gegen den Tabellendritten Floor Fighters aus Chemnitz sichert sich der TVS die benötigten drei Punkte und damit den Einzug in die Playoffs. Den vorzeitigen Klassenerhalt gibt es obendrauf. In kommenden Saison 2020/21 wird es erneut erstklassigen Floorball an der Bergstraße zu sehen geben.

Die Schriesheimer waren sich im Vorfeld der Partie um ihrer Situation bewusst. Mit der Möglichkeit, den Playoffeinzug vor heimischen Fans und aus eigener Kraft zu schaffen, waren die Blau-Weißen bis in die Haarspitzen motiviert. Im ersten Drittel überrollten die Hausherren die Gäste aus Sachsen. Trotz des frühen Rückstands drehte Schriesheim das Spiel und machte aus einem 0:1 ein 4:1. Der Ausgleichstreffer zum 1:1 war für Youngster Joel Batt ein ganz Besonderer, der sein erstes Bundesligator erzielen konnte. Zudem trafen die Badener noch zweimal das Alluminium. Chemnitz war mit dem Drittelergebnis gut bedient.

Doch in der Mannschaft des ehemaligen U19-Nationaltrainers Sascha Franz steckt viel Potential, wie sie bereits im Laufe der aktuellen Saison oft unter Beweis stellten. So kamen die Chemnitzer wie ausgewechselt aus der Kabine und hatten sich besser auf das hohe Pressing des TVS eingestellt. In der 23. Minute gelang es ihnen erneut, Genold zu überwinden und den 4:2-Anschlusstreffer zu erzielen. Schriesheim wurde im Verlauf des Mittelabschnitts wieder stärker und beide Teams agierten fortan auf Augenhöhe. Ein zusätzlichen Motivationsschub gab es durch die beiden überstandenden Zeitstrafen gegen Eidenmüller und Batt. Fünf Minuten vor Drittelende stellte Künnecke den alten Toreabstand wieder her und erzielte das Tor zum 5:2-Pausenstand.

Nach einem vergebenen Penalty für den TVS, den Verteidiger Tobias Tost per Sololauf herausgeholt hatte, erzielten die Gäste den Treffer zum 5:3. Nicht nur der Floor Fighters Torhüter Kiljander konnte sich als „Penalty-Killer“ auszeichnen. Auch Gernold gelang es, gegen Ligatopscorer Kivinen einen Strafschuss zu vereiteln. Drei Minuten vor Ende ersetzte Chemnitz Kiljander durch einen sechsten Feldspieler und konnte eine Minute vor Ende erneut verkürzen. Schriesheim hielt jedoch mit Mann und Maus dagegen und verhinderte den Ausgleichstreffer und gewinnt mit 5:4 gegen die Floor Fighters.

Nach einer 4:12-Pleite im Hinspiel und dem Pokalaus nach Verlängerung glückt die Revanche gegen Chemnitz. Schriesheim wird diese Saison durch diese wichtigen drei Punkte mindestens als Tabellenfünfter beenden. Die Chance auf Rang drei und vier besteht jedoch weiterhin. Aus eigener Kraft ist das Erreichen der Playoff-Plätze mit Heimrecht jedoch nicht mehr möglich. Vor allem in der Defensive zeigten sich die Badener extrem akribisch und kämpferisch. So gelang es beispielsweise, den aktuellen Top-Torschützen der Bundesliga, Kivinen (40 Tore und 21 Vorlagen aus 15 Spielen), ohne Torbeteiligung zu halten. Am kommenden Samstag steht das Heimspiele gegen die PiranHHas aus Hamburg an. Spielbeginn ist aufgrund des Mathaisemarkt bereits um 14 Uhr in der Mehrzweckhalle.

Tabellennachbar Floor Fighters Chemnitz gastiert in Schriesheim

Am Samstag, den 29.02.2019 gastieren die Floor Fighters Chemnitz in der Schriesheimer Mehrzweckhalle. Bully ist um 18 Uhr.

Zuletzt traf man im Pokalachtelfinale aufeinander, welches die Floor Fighters aus Chemnitz in Overtime 9:8 für sich gewinnen konnten. Hier konnten die Schriesheimer zeigen, dass man mit den Sachsen, die bisher eine sehr erfolgreiche Saison spielen, mithalten kann. Momentan steht Chemnitz auf Tabellenplatz drei der 1. Bundesliga und damit einen Platz vor den Badener. Jedoch beträgt der Punktevorsprung der Sachsen satte 7 Punkte.

Nachdem sich der TVS in puncto Toreschießen gegen Tabellenschlusslicht Berlin schwertat, müssen die Schriesheimer wieder mehr an Effektivität vor dem gegnerischen Tor gewinnen. Zudem ist gegen Chemnitz ein schnelles Backchecking sowie ein gutes Stellungsspiel notwendig, da der Gegner sehr schnell umschaltet und Konter eiskalt ausnutzt. Mit einem Sieg und den damit verbundenen 3 Punkten könnte der TVS in der Saison 2019/20 erstmals in der Vereinsgeschichte sicher in die Playoffs einziehen und müsste somit nicht um den Klassenerhalt bangen.

Doch der Weg dahin ist steinig. Unter anderem wird der aktuell beste Torschütze der Bundesliga, Juho Kivinen, TVS-Goalie Gernold unter Beschuss nehmen. Der finnische Import-Spieler der Floor Fighters erzielte in der laufenden Saison 40 Tore und legte 21 mal vor. Damit ist der Flügelspieler fast an der Hälfte der Chemnitzer Tore beteiligt und stellt ein entscheidendes Puzzleteil des Chemnitzer Erfolgs dar. Die TVS-Defensive ist gewarnt.

Schriesheim geht als aktuell formstärkstes deutsches Floorball-Team ins Rennen. Betrachtet man die Formtabelle der letzten fünf Bundesligaspiele, rangiert der TVS auf Platz eins. Mit zwölf Punkten aus den letzten fünf Spielen liegt man damit sogar vor Rekordmeister UHC Weißenfels, die in den vergangenen fünf Spielen elf Punkte verbuchen konnten. Diese Formkurve gilt es in dem Härtetest gegen Chemnitz  zu bestätigen. Bis auf Nachwuchstalent Daniel Mudra kann der TVS am Samstag mit dem kompletten Kader auflaufen.

6:5-Overtime-Sieg gegen Rockets Berlin

Im Auswärtsspiel gegen Berlin gewinnt der TVS nach Verlängerung mit 6:5 (2:2 | 1:2 | 2:1 | 1:0). Damit ziehen die Schriesheimer in der Tabelle vorerst an Holzbüttgen vorbei und belegen aktuell Platz vier.

Trotz der aktuell mageren Punkteausbeute der Hauptstädter wussten die Schriesheimer um das kämpferische Potential des Gegners. Auswärtsspiele in Berlin stellten sich in der Vergangenheit immer schwierig für die Badener dar. In vier Partien unterlagen die Bergsträßer ganze viermal und fuhren bisher immer ohne Punktausbeute zurück nach Baden-Württemberg. Dennoch sind die Rockets aus Berlin aktuell auf dem letzten Platz der Tabelle und Schriesheim ging als Fünfter in die Partie.

Die Gäste fanden deutlich besser ins Spiel. Durch schnelle Passstafetten ließen sie den Berlinern wenig Luft zum Atmen und belohnten sich gleich zweimal. Es gelang jedoch nicht, die Führung weiter auszubauen und die Rockets glichen noch innerhalb des ersten Drittels aus. Kapitän Alex Burmeister hatte kurz vor Pausenende die Möglichkeit, die erneute Führung für seine Farben zu erzielen, vergab jedoch eine Penalty.

Im Mitteldrittel kamen beide Teams auf Augenhöhe aus den Kabinen, doch die Gastgeber zeigten sich energischer im gegnerischen Torraum. So gelang es dem Tabellenschlusslicht zweimal in Führung zu gehen. Die Berliner gingen mit einer 4:3-Führung in die zweite Pause.

Trotz eines schnellen Treffers der Berliner nach Wiederanpfiff, ließen sich die Schriesheimer nicht aus dem Konzept bringen und begannen den Gegner früher unter Druck zu setzten. Im Schlussabschnitt waren die Badener das spielerisch bessere Team und konnten ein großes Chancenplus verbuchen. Berlins Schlussmann hatte alle Hände voll zu tun und konnte durch zahlreiche Paraden die Führung des Gastgebers bewahren. Schriesheimer musste ab zwei Minuten vor Spielende auf den sechsten Feldspieler setzten. Adrian Braune erzielte schließlich das Ausgleichstor 40 Sekunden vor Spielende.

In der Verlängerung waren es auch die Schriesheimer, die das aktivere Team waren. Doch Berlin kratze zweimal am Sieg. Zunächst erzielten sie keinen Treffer in Überzahl, dann hielt TVS-Schlussmann Seibert einen Penalty und damit seine Mannschaft im Spiel. In der 68. Minute gelang schließlich Adrian Braune das entscheidene Tor in der Verlängerung.

Schriesheim gewinnt somit verdient und zum ersten Mal in Berlin. Mit Alex Burmeister und Adrian Braune scheint sich ein neues Sturm-Duo gefunden haben, die in Co-Produktion fünf der sechs Treffer des Nachmittags erzielten. Zwei Punkte können die Badener auf dem Punktekonto verbuchen und rücken damit auf dem vierten Tabellenrang vor. In der Formtabelle der letzten fünf Spiele belegen die Schriesheimer mit einer Ausbeute von 12 Punkten sogar den ersten Tabellenrang. Im kommenden Heimspiel gegen Chemnitz hat Schriesheim alle Trümpfe selbst in der Hand und kann mit einem Sieg den vorzeitigen Playoffeinzug buchen.

TVS trifft auf Berlin Rockets

Am Sonntag, den 23. Februar begibt sich der TVS auf die längste Auswärtsfahrt der diesjährigen Saison. Der Spieltag-Gegner heißt Berlin Rockets. Spielbeginn in Berlin ist um 16 Uhr.

Durch das starke letzte Wochenende von Kaufering steht Berlin nun mit 9 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz der 1. Bundesliga. Das letzte Spiel gegen Berlin konnte der TVS zwar verdient mit 7:5 gewinnen, jedoch hat Berlin bewiesen, dass sie es keinem Gegner leicht machen. Die Rockets zeichnen sich besonders durch ihre konsequente Verteidigung aus, welche schwer auszuspielen ist. Hier muss sich der TVS als Ziel setzen, eine spielerische Lösung zu finden.

Mit weiteren drei Punkten könnte der TVS einen großen Schritt in Richtung Playoffs machen. Die Hauptstädter werden es den Badenern jedoch alles andere als leicht machen. Es gilt es insbesondere aus den Fehlern des vergangenen Wochenendes zu lernen. Zudem ist gegen die Berliner ein cleveres und kaltschäuziges Verhalten vor dem Tor nötig, um als Sieger vom Parkett zu gehen.

Für das kommende Spiel wird bis auf Mudra der komplette Kader des TVS einsatzbereit sein. Bezüglich der Anreise gibt es eine Premiere. Erstmals werden die Schriesheimer mit der Bahn zu einem Auswärtsspiel anreisen.