Tabellennachbar Floor Fighters Chemnitz gastiert in Schriesheim

Am Samstag, den 29.02.2019 gastieren die Floor Fighters Chemnitz in der Schriesheimer Mehrzweckhalle. Bully ist um 18 Uhr.

Zuletzt traf man im Pokalachtelfinale aufeinander, welches die Floor Fighters aus Chemnitz in Overtime 9:8 für sich gewinnen konnten. Hier konnten die Schriesheimer zeigen, dass man mit den Sachsen, die bisher eine sehr erfolgreiche Saison spielen, mithalten kann. Momentan steht Chemnitz auf Tabellenplatz drei der 1. Bundesliga und damit einen Platz vor den Badener. Jedoch beträgt der Punktevorsprung der Sachsen satte 7 Punkte.

Nachdem sich der TVS in puncto Toreschießen gegen Tabellenschlusslicht Berlin schwertat, müssen die Schriesheimer wieder mehr an Effektivität vor dem gegnerischen Tor gewinnen. Zudem ist gegen Chemnitz ein schnelles Backchecking sowie ein gutes Stellungsspiel notwendig, da der Gegner sehr schnell umschaltet und Konter eiskalt ausnutzt. Mit einem Sieg und den damit verbundenen 3 Punkten könnte der TVS in der Saison 2019/20 erstmals in der Vereinsgeschichte sicher in die Playoffs einziehen und müsste somit nicht um den Klassenerhalt bangen.

Doch der Weg dahin ist steinig. Unter anderem wird der aktuell beste Torschütze der Bundesliga, Juho Kivinen, TVS-Goalie Gernold unter Beschuss nehmen. Der finnische Import-Spieler der Floor Fighters erzielte in der laufenden Saison 40 Tore und legte 21 mal vor. Damit ist der Flügelspieler fast an der Hälfte der Chemnitzer Tore beteiligt und stellt ein entscheidendes Puzzleteil des Chemnitzer Erfolgs dar. Die TVS-Defensive ist gewarnt.

Schriesheim geht als aktuell formstärkstes deutsches Floorball-Team ins Rennen. Betrachtet man die Formtabelle der letzten fünf Bundesligaspiele, rangiert der TVS auf Platz eins. Mit zwölf Punkten aus den letzten fünf Spielen liegt man damit sogar vor Rekordmeister UHC Weißenfels, die in den vergangenen fünf Spielen elf Punkte verbuchen konnten. Diese Formkurve gilt es in dem Härtetest gegen Chemnitz  zu bestätigen. Bis auf Nachwuchstalent Daniel Mudra kann der TVS am Samstag mit dem kompletten Kader auflaufen.

6:5-Overtime-Sieg gegen Rockets Berlin

Im Auswärtsspiel gegen Berlin gewinnt der TVS nach Verlängerung mit 6:5 (2:2 | 1:2 | 2:1 | 1:0). Damit ziehen die Schriesheimer in der Tabelle vorerst an Holzbüttgen vorbei und belegen aktuell Platz vier.

Trotz der aktuell mageren Punkteausbeute der Hauptstädter wussten die Schriesheimer um das kämpferische Potential des Gegners. Auswärtsspiele in Berlin stellten sich in der Vergangenheit immer schwierig für die Badener dar. In vier Partien unterlagen die Bergsträßer ganze viermal und fuhren bisher immer ohne Punktausbeute zurück nach Baden-Württemberg. Dennoch sind die Rockets aus Berlin aktuell auf dem letzten Platz der Tabelle und Schriesheim ging als Fünfter in die Partie.

Die Gäste fanden deutlich besser ins Spiel. Durch schnelle Passstafetten ließen sie den Berlinern wenig Luft zum Atmen und belohnten sich gleich zweimal. Es gelang jedoch nicht, die Führung weiter auszubauen und die Rockets glichen noch innerhalb des ersten Drittels aus. Kapitän Alex Burmeister hatte kurz vor Pausenende die Möglichkeit, die erneute Führung für seine Farben zu erzielen, vergab jedoch eine Penalty.

Im Mitteldrittel kamen beide Teams auf Augenhöhe aus den Kabinen, doch die Gastgeber zeigten sich energischer im gegnerischen Torraum. So gelang es dem Tabellenschlusslicht zweimal in Führung zu gehen. Die Berliner gingen mit einer 4:3-Führung in die zweite Pause.

Trotz eines schnellen Treffers der Berliner nach Wiederanpfiff, ließen sich die Schriesheimer nicht aus dem Konzept bringen und begannen den Gegner früher unter Druck zu setzten. Im Schlussabschnitt waren die Badener das spielerisch bessere Team und konnten ein großes Chancenplus verbuchen. Berlins Schlussmann hatte alle Hände voll zu tun und konnte durch zahlreiche Paraden die Führung des Gastgebers bewahren. Schriesheimer musste ab zwei Minuten vor Spielende auf den sechsten Feldspieler setzten. Adrian Braune erzielte schließlich das Ausgleichstor 40 Sekunden vor Spielende.

In der Verlängerung waren es auch die Schriesheimer, die das aktivere Team waren. Doch Berlin kratze zweimal am Sieg. Zunächst erzielten sie keinen Treffer in Überzahl, dann hielt TVS-Schlussmann Seibert einen Penalty und damit seine Mannschaft im Spiel. In der 68. Minute gelang schließlich Adrian Braune das entscheidene Tor in der Verlängerung.

Schriesheim gewinnt somit verdient und zum ersten Mal in Berlin. Mit Alex Burmeister und Adrian Braune scheint sich ein neues Sturm-Duo gefunden haben, die in Co-Produktion fünf der sechs Treffer des Nachmittags erzielten. Zwei Punkte können die Badener auf dem Punktekonto verbuchen und rücken damit auf dem vierten Tabellenrang vor. In der Formtabelle der letzten fünf Spiele belegen die Schriesheimer mit einer Ausbeute von 12 Punkten sogar den ersten Tabellenrang. Im kommenden Heimspiel gegen Chemnitz hat Schriesheim alle Trümpfe selbst in der Hand und kann mit einem Sieg den vorzeitigen Playoffeinzug buchen.

TVS trifft auf Berlin Rockets

Am Sonntag, den 23. Februar begibt sich der TVS auf die längste Auswärtsfahrt der diesjährigen Saison. Der Spieltag-Gegner heißt Berlin Rockets. Spielbeginn in Berlin ist um 16 Uhr.

Durch das starke letzte Wochenende von Kaufering steht Berlin nun mit 9 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz der 1. Bundesliga. Das letzte Spiel gegen Berlin konnte der TVS zwar verdient mit 7:5 gewinnen, jedoch hat Berlin bewiesen, dass sie es keinem Gegner leicht machen. Die Rockets zeichnen sich besonders durch ihre konsequente Verteidigung aus, welche schwer auszuspielen ist. Hier muss sich der TVS als Ziel setzen, eine spielerische Lösung zu finden.

Mit weiteren drei Punkten könnte der TVS einen großen Schritt in Richtung Playoffs machen. Die Hauptstädter werden es den Badenern jedoch alles andere als leicht machen. Es gilt es insbesondere aus den Fehlern des vergangenen Wochenendes zu lernen. Zudem ist gegen die Berliner ein cleveres und kaltschäuziges Verhalten vor dem Tor nötig, um als Sieger vom Parkett zu gehen.

Für das kommende Spiel wird bis auf Mudra der komplette Kader des TVS einsatzbereit sein. Bezüglich der Anreise gibt es eine Premiere. Erstmals werden die Schriesheimer mit der Bahn zu einem Auswärtsspiel anreisen.

Schriesheim unterliegt in Overtime in Kaufering

Einen Tag nach dem Sensationserfolg gegen den amtierenden Meister Leipzig unterlag der TVS auswärts in Kaufering nach Verlängerung mit 5:6 (0:3 | 1:0 | 4:2 | 0:1). Damit können die Badener einen Trostpunkt aus Bayern mit nach Schriesheim nehmen und rangieren nach wie vor auf Tabellenrang fünf.

In Kaufering hatte die Mannschaft um Spielertrainer Alex Burmeister bisher immer einen schweren Stand. Die bisherige Statistik: ernüchternd. Kein Sieg aus zwei Partien und auch am Sonntagnachmittag sollten sich die Schriesheimer gegen den Tabellenvorletzten sehr schwer tun. Den Bayern gelang, ebenso wie dem TVS, am Tag zuvor ein Überraschungserfolg. In Holzbüttgen siegten die Kauferinger mit 6:5. Schriesheim war also gewarnt, doch die Hausherren übernahmen von Beginn an das Ruder. Schriesheim fand nicht ins Spielgeschehen. Wenig Ballbesitz und kein zwingendes Zweikampfverhalten seitens des TVS resultierten in einen frühen 0:3-Rückstand. Diesem sollten die Badener das gesamte Spiel über hinterherlaufen.

Im zweiten Drittel ließen beide Mannschaften viele Chancen liegen. Die 250 Zuschauer sahen einen offenen Schlagabtausch, doch den zweiten Abschnitt konnte der TVS mit 1:0 für sich entscheiden. Folglich ging es mit einem 1:3-Rückstand in die zweite Pause.

Felix Künnecke, der zuvor das erste Tor für Schriesheim erzielte, brachte seine Farben zunächst auf 2:3 ran. Doch die Hausherren stellten postwendend die Zwei-Tore-Führung wieder her. In Überzahl war es erneut Künnecke, der den TVS auf ein Tor heranbrachte. Im Überzahlspiel erzielten die Hausherren jedoch den Treffer zum 3:5. In den Schlussminuten drehte der TVS erstmals auf. Zunächst brachte Bauer den TVS wieder heran, dann erzielte Linus Braune drei Minuten vor Spielende den Ausgleichstreffer. Das Erwachen des TVS kam jedoch zu spät, um in regulärer Spielzeit das Spiel zu drehen. In der folgenden Verlängerung verpassten beide Teams einige Chancen, das Spiel zu beenden. Ein unglückliches Eigentor der Schriesheimer besiegelte letztendlich die Niederlage der Badener.

Trotz der enttäuschenden Niederlage kann der TVS auf ein erfolgreiches Wochenende blicken. Die Blau-Weißen holen vier von sechs möglichen Punkten um können sich weiter von den Playdown-Plätzen distanzieren. In den kommenden Wochen kann jedes Spiel zum entscheidenen Spiel werden. Unter anderem die Auswärtspartie in Berlin am kommenden Sonntag hat einen solchen Charakter.

Big Points gegen den amtierenden Deutschen Meister

Am Samstagnachmittag gelingt dem TVS ein Außenseitersieg. Mit 8:7 (3:3 | 3:2 | 2:2) besiegen die Badener den amtierenden Deutschen Meister MFBC Leipzig.

Beide Mannschaften gingen mit einer Siegesserie in die Partie, wobei die Sachsen gleich die letzten sechs Spiele für sich entscheiden konnten. Vor allem am vergangenen Wochenende beeindruckte der MFBC mit zwei hohen Siegen gegen Berlin und Chemnitz. Als Tabellenzweiter gingen die Leipziger als klarer Favorit ins Spiel.

Von Beginn an zeigten die Badener jedoch, dass es für die Sachsen keine Geschenke in Schriesheim geben sollte. Die Zuschauer sahen ein Spiel auf Augenhöhe mit Vorteilen für den TVS. Nach einer Strafe für die Gäste trafen diese zunächst in Unterzahl. Doch Kapitän Alex Burmeister beantwortete den Treffer wenige Sekunden später. In der siebten Spielminute erhöhte Burmeister auf 2:1. Doch Granlund und Bothe schossen den MFBC zur 3:2-Führung. Youngster Felix Bauer konnte kurz vor Pausenpfiff den 3:3-Ausgleichstrefffer erzielen.

Schriesheim fand nun besser ins Spielgeschehen. In der 24. und 27. Minute belohnten Burmeister und Sauerbrey die Badener. Die Gäste kamen erneut auf ein Tor heran, Künnecke erhöhte jedoch wieder auf 6:4. Kurz vor Pausenpfiff gelang den Sachsen allerdings der abermalige Anschlusstreffer. Beide Teams agierten auf Augenhöhe. Das Ergebnis nach zwei Dritteln war ein Abziehbild des Pokalviertelfinals im Vorjahr. Damals zogen die Leipziger im Schlussabschnitt von 5:6 auf 11:6 davon und damit ins Final4 ein. Dieses Mal sollte das Spielgeschehen doch einen anderen Verlauf nehmen.

Leipzig versuchte sich mit deutlich höherem Pressing, doch der TVS wusste, wie man damit umzugehen hatte und hatte wenig Mühe einen geordneten Spielaufbau aufs Parkett zu bringen. In der 41. Minute baute Künnecke folglich die Führung auf 7:5 aus. Vier Minuten vor Spielende erhöhte Braune auf 8:5. Die letzten Minuten des Spiels waren an Spannung kaum zu überbieten. Leipzig ersetzte den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler und drückte gefährlich auf Seiberts Tor. Per Doppelschlag gelangen den Gästen die Treffer zum 8:6 (57:17) und 8:7  (59:40). Schriesheim gelang es am Ende, das Ergebnis über die Zeit zu retten, gewinnt insgesamt aber verdient mit 8:7.

Genau 24 Stunden später ist der TVS im bayerischen Kaufering gefordert, denen durch ein 6:5-Auswärtssieg in Holzbüttgen am Samstag ein Überraschungserfolg gelang.

Wichtiger Doppelspieltag, um auf Playoffkurs zu bleiben

Zuerst empfängt der TVS den MFBC Leipzig am Samstag, den 15.02. um 16 Uhr in der Schriesheimer Mehrzweckhalle. Keine 24 Stunden später beginnt schon das zweite Spiel an diesem Wochenende. Dort trifft der TVS auf die VfL Red Hocks Kaufering.

Nach den wichtigen 3 Punkten gegen den Tabellennachbarn SSF Bonn steht der TVS mit 17 Punkten nach wie vor auf dem fünften Platz der Bundesligatabelle. Der erste Rivale des Wochenendes belegt momentan knapp hinter Tabellenführer Weißenfels den zweiten Platz der 1. Bundesliga. Im letzten Aufeinandertreffen gewann Leipzig zwar knapp mit 8:6, jedoch war der TVS damals nicht in Bestbesetzung und noch nicht so eingespielt wie jetzt. Leipzig ist aber, genauso wie der TVS, sehr erfolgreich in das neue Jahr gestartet. Vor allem am letzten Wochenende zeigten sich die Sachsen extrem torhungig und gewannen auswärts in Berlin mit 14:2. Am Samstag ist Schriesheim trotz des Heimvorteils in der klaren Außenseiterrolle.

Der Gegner vom Sonntag ist aktuell auf dem letzten Tabellenplatz mit 7 Punkten zu finden. Jedoch darf man Kaufering auf garkeinen Fall unterschätzen, da sie immer wieder gerne für die eine oder andere Überraschung sorgen und sich im Laufe der Saison sukzessive verbessert haben. Zudem gelang es dem TVS bis dato noch nie, Punkte aus Kaufering mit nach Hause zu nehmen.

Der MFBC wird den Schriesheimern spielerisch alles abverlangen und zeigen, dass sie nicht ohne Grund ihren Titelrivalen UHC Weißenfels aus dem Pokalwettbewerb geworfen haben und somit im Final 4 stehen. Zudem ist Leipzig offensiv sehr kaltschnäuzig und abgezockt. Damit die Tormaschine der Leipziger nicht ins Rollen gerät, muss der TVS konsequent verteidigen und dem MFBC somit möglichst wenig Freiraum geben.

Etwas anders gelagert ist die Situation bei den Red Hocks Kaufering. Sie haben viele junge Spieler, die immer mehr ihr Können zur Schau stellen. Dieses Versprechen für die Zukunft ist bei den Bayern mit geballter Floorball-Erfahrung gemischt. Routiniers wie Ex-Nationalspieler Falkenberger sowie Tobisch und Hutter komplettieren den Kauferinger Kader. Die aktuelle Tabellenkonstellation spielt Schriesheim die Favoritenrolle zu. Um weiter auf Playoff-Kurs bleiben zu können, wäre ein Sieg im bayrischen Kaufering sehr wichtig.

Der TVS wird bis auf Defensivmann Tost mit dem vollen Kader am Wochenende auflaufen können. Zudem wird es für Fans, welche gerne das wichtige Spiel gegen Kaufering sehen möchten, eine Mitfahrgelegenheit im Schriesheimer Reisebus geben.

V&V Gröbler neuer TVS-Sponsor

Seit Mitte Januar kann die Floorballabteilung des TV Schriesheim die Autovermietung V&V Gröbler zu ihren Sponsoren zählen. Inhaber Tobias Gröbler ist ab sofort bei jedem Heimspiel mit seiner Firma auf der Bande vertreten.

Bei der Mehrzahl der Auswärtsreisen greift die Bundesligamannschaft des TVS auf 9-Sitzer-Busse zurück. So kam zu Beginn der laufenden Saison der Kontakt zur Autovermietung V&V Gröbler zustande, die unter anderem 9-Sitzer vermieten. Schnell zeichnete sich ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis ab. Nun ist die Partnerschaft offiziell. Wir freuen uns, V&V Gröbler in der TVS-Familie willkommen zu heißen.

Schriesheim zeigt starke Nerven im Floorball-Krimi

Am Samstagabend war der direkte Tabellennachbar und Mitaufsteiger SSF Bonn zu Gast in der Mehrzweckhalle. Mit 10:9 (4:3 | 3:3 | 3:3) können die Gastgeber einen echten Floorball-Krimi für sich entscheiden und verbuchen damit wichtige Punkte auf dem Konto.

Nur ein Tabellenplatz, respektive ein Punkt, trennte die beiden Mannschaften vor Spielbeginn. Im Hinspiel konnten sich die Bonner mit 10:7 durchsetzten. Schriesheim war gewarnt, denn auch gegen Mannschaften aus den oberen Tabellenregionen hatten die Dragons gute Leistungen gezeigt.

Die Zuschauerränge waren gut gefüllt, die Schwimm- und Sportfreunde hatten zahlreiche Auswärtsfans mit an die Bergstraße gebracht. Von Beginn an zeichnete sich ab, dass es keine Defensiv-Schlacht werden würde. Das muntere Toreschießen ging bereits nach 34 Sekunden los. Es ging wild hin und her. Keiner Mannschaft gelang es, das Spiel zu kontrollieren. Die TVS-Führungstreffer wussten die Nordrhein-Westfahlen Mal um Mal zu beantworten. So trennten sich die Teams mit einem 4:3-Pausenstand. Wohin sich das Spiel entwickeln würde, stand zu diesem Zeitpunkt in den Sternen.

Auch im zweiten Drittel sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild. Wenig Bewegung, trotzdem viele Tore. Die Gäste erzielten drei unbeantwortete Treffer. Schriesheim sah sich nun mit einem 4:6-Rückstand konfrontiert. Noch binnen des zweiten Abschnitts folgten jedoch drei Tore der Badener. Die knappe 1-Tore-Führung war pünklich zum Pausenpfiff wieder hergestellt. Um den langen Bällen vor Seiberts Tor entgegenzuwirken, hatten sich die Schriesheimer weiter zurückgezogen. Zum Spielfluss trug diese taktische Änderung jedoch nicht viel bei. Nach wie vor kamen beide Mannschaften nicht richtig in die Gänge.

Im Schlussabschnitt glichen die Bonner auf 7:7, ehe der stark aufgelegte Linus Braune erneut die Führung für seine Farben erzielte. Wenig später waren es jedoch die Gäste, die erneut den Ausgleich erzielen konnte. Postwendend sorgte Felix Künnecke mit seinem vierten Tor des Abends, nur fünf Sekunden nach dem Ausgleichstreffer, für die erneute Führung. Bonns Topscorer Florian Weißkirchen glich jedoch, sechs Minuten vor Spielende, wiederum aus. Das Spiel stand auf der Kippe. Keiner Mannschaft war es bis dato gelungen, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Doch Schriesheim war im richtigen Moment zur Stelle. In Überzahl erzielte Patrick Pfanne die erneute Führung. In den kommenden vier Minuten kann der TVS das Ergebnis über die Zeit retten und sichert sich damit wichtige Punkte im Playoff-Rennen.

Mit dem 10:9-Erfolg gegen Bonn erspielt sich Schriesheim ein Vier-Punkte-Polster in der Tabelle. Am kommenden Wochenede sind die Badener gleich doppelt gefordert. Nach dem Heimspiel am Samstag gegen Leipzig (16 Uhr) geht es am Sonntag zum schwierigen Auswärtsspiel nach Kaufering.

TVS empfängt direkten Verfolger Bonn

Am Samstag den 8. Februar empfängt der TVS die SSF Dragons Bonn zum ersten Heimspiel im Kalenderjahr 2020. Bully ist um 18 Uhr in der Schriesheimer Mehrzweckhalle.

In der Hinrunde musste der TVS eine bittere 10:7 Niederlage hinnehmen. Diese resultierte aus einem zaghaften Defensivverhalten seitens der Schriesheimer. Momentan verweilt der TVS mit 14 Punkten auf dem fünften Platz der 1. Bundesliga. Die Dragons Bonn haben nur ein Punkt weniger und sind somit direkte Verfolger. Diese Umstände machen das Spiel zu einem echten 6-Punktespiel.

Damit der TVS die nötigen 3 Punkte erhält und sich weiterhin in eine gute Ausgangslage im Rennen um die Playoff-Plätze bringen kann, müssen sie an Ihrem Gameplan festhalten und den SSF über die komplette Spielzeit Ihr Spiel aufzwingen. Besonderes Augenmerk müssen die Badener auf den Bonner Topscorer Florian Weißkirchen legen, der mit 40 Scorerpunkten wesentlichen Anteil am bisherigen Bonner Erfolg hat.

Für das kommende Spiel kann Spielertrainer A. Burmeister, bis auf den längerfristig erkrankten Verteidiger Tobias Tost, auf den kompletten Kader des TVS zugreifen. Somit steht dem TVS nichts im Weg, um am Samstag eine Bestleistung abzurufen.

Februar: Der entscheidende Monat

Die TVS-Floorballer spielen sowohl spielerisch als auch hinsichtlich des Tabellenplatzes ihre bisher erfolgreichste Bundesligasaison. Nach wie vor ist die Mannschaft mitten im Rennen um die heiß begehrten Playoff-Plätze. Doch auch die gegnerischen Teams schlafen nicht. Der kommende Monat Februar könnte einen entscheidenden Charakter haben.

Nachdem die Bundesligamannschaft mit einem 6:2-Auswärtssieg in Wernigerode erfolgreich in das neue Jahr startete, muss die Truppe zunächst vier Wochen die Füße still halten. Pokalspiele (Schriesheimer schied im Dezember gegen Chemnitz aus) und die Spiele der Nationalmannschaft im Zuge der WM-Qualifikation lassen die Bundesliga für drei Wochenenden pausieren. Die Ruhe vor dem Sturm, denn dann folgen fünf Spiele in 21 Tagen für den TVS, in denen die Vorentscheidung im Kampf um die Playoff-Plätze fallen könnte.

Im Monat der Wahrheit Februar geht es zunächst zuhause gegen Bonn (8.), ehe zwei Spiele am drauf folgenden Wochenende gegen Leipzig (15.) und in Kaufering (16.) folgen. Eine Woche später wird die Mannschaft die weiteste Auswärtsfahrt der Saison nach Berlin antreten (23.). Das letzte Februar-Spiel findet am 29. gegen Chemnitz statt. Schriesheim, aktuell auf Tabellenrang fünf, trifft somit auf drei direkte Verfolgen. Während man Kaufering und Berlin im Hinspiel bezwingen konnte, ist gegen Mitaufsteiger Bonn noch eine Rechnung offen. Aber auch gegen die Titel-Mitfavoriten Leipzig und Chemnitz rechnet sich der wieder genesene Kapitän Alex Burmeister eine Chance aus. „Das Leistungsniveau in der Bundesliga ist deutlich näher zusammengerückt als es die Tabelle offenbart. Unter den richtigen Bedingungen können wir gegen jeden Gegner Punkte holen“, zeigt sich Burmeister optimistisch.

Während der TVS die erste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte 2016/17 mit 18 Punkten auf dem Konto und auf Tabellenplatz acht beendete, lag die Punkteausbeute in der Folgesaison 2017/18 bei lediglich neun Punkten. Diese Saison beendete man als Tabellenletzter. Momentan haben die Badener bereits 14 Punkte gesammelt und es sind noch sieben Spiele zu absolvieren. Fünf davon im Februar, in dem die bisherige Punktebestmarke der Premieresaison geknackt werden soll.