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Pokal-Aus: Schriesheim unterliegt Chemnitz nach Verlängerung

Joel Batt, ist als U18-Spieler verpflichtet mit Schutzbrille zu spielen.

Am Samstagnachmittag bekamen die Zuschauer in der Mehrzweckhalle Tempo-Floorball vom Feinsten geboten. Im Pokalachtelfinale trennten sich Schriesheim und die Floor Fighters aus Chemnitz 8:9 (3:3 | 4:3 | 1:2 | 0:1) nach Verlängerung. Durch den KO-Charakter des Wettbewerbs scheiden die TVS-Floorballer aus dem Pokal aus. Die siegreichen Chemnitzer ziehen ins Pokalviertelfinale ein.

Ein Spiel mit Vorgeschichte: Vor vier Wochen unterlag der TVS chancenlos mit 4:12 beim Bundesligaspiel in Chemnitz. „Dieses Spiel hatten wir bereits nach zwei Dritteln verloren“, verrät der nach wie vor verletzte Spielertrainer Alex Burmeister. „Im Schlussabschnitt konnten wir daher ein wenig experimentieren, um herauszufinden, wie wir Chemnitz ärgern können“, so Burmeister weiter.

Mit einer ähnlich offensiven Marschroute wie im Bundesligaheimspiel vor einer Woche gegen Weißenfels gingen die Hausherren auch gegen Chemnitz ins Spiel. Das hohe Pressing des TVS wurde umgehend belohnt. Durch einen Doppelschlag von Adrian Braune und Bejamin Rudin zogen die Gastgeber nach nur fünf gespielten Minuten mit 2:0 davon. Im Folgenden erzielte Schröder für den FFC den 2:1-Anschlusstreffer, Bauer stellte jedoch in der 12. Spielminute die Zwei-Tore-Führung für die Schriesheimer wieder her. Die Schriesheimer waren im ersten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft. Der aktuelle Bundesligavierte Chemnitz blieb dennoch in Reichweite und glich noch während des ersten Drittels auf 3:3. aus.

Trotz des frühen Tores von Künnecke nach 24 Sekunden im zweiten Drittel, kam Chemnitz stärker aus der Pause zurück. Die Gastgeber verloren teilweise den roten Faden und hielten nicht zwingend am Gameplan fest. So gelang es den Gästen zunächst, auf 4:4 auszugleichen und schließlich auf 4:6 davonzuziehen. Dann folgte eines der Highlights des Floorball-Nachmittags. Binnen 38 (!) Sekunden dreht der TVS das Spiel durch drei Treffer. Die Chemnitzer glaubten bis dato, mit einer komfortablen Führung in den letzten Spielabschnitt starten zu können. Doch dank Sauerbrey, Eidenmüller und L. Braune konnte Schriesheim mit einer 7:6-Führung in die zweite Pause gehen.

Im dritten Drittel begegneten sich beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Syriälä und Kivinen sorgten für einen erneuten Führungswechsel. Schriesheim ließ viele Chancen liegen und sah sich aufgrund des 7:8-Rückstands gezwungen, zwei Minuten vor Spielende Torhüter Seibert durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen. 40 Sekunden vor Spielende gelang es schließlich Linus Braune, das Spielgerät zum 8:8-Ausgleich im Chemnitzer Tor zu versenken.

In der drauffolgenden Sudden-Death-Verlängerung ging es wild hin und her, bis schließlich Kivinen einen Stellungsfehler in der Schriesheimer Defense ausnutzt und Seibert zum 8:9-Siegtreffer überwand.

Während die Chemnitzer alle drei Überzahlsituationen zu nutzen wussen, bekamen die Schriesheimer lediglich eine Möglichkeit in Überzahl und konnten daraus kein Kapital schlagen. Nach der 4:12-Niederlage vor vier Wochen haben sich die Schriesheimer mehr als teuer verkauft und begegneten dem Bundesligaviertplatzierten auf Augenhöhe. In einem Floorballspiel der Extraklasse, welches keinen oder zwei Sieger verdient hätte, ziehen die Gastgeber am Ende den Kürzeren.

Nun kann sich die TVS-Equipe voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Im neuen Jahr steht am 11. Januar das erste Auswärtsspiel in Wernigerode an. Danach folgt eine lange Länderspiel- und Pokalpause, ehe am 8. Februar das erste Bundesligaheimspiel in 2020 in Schriesheim stattfindet.

 

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